Gewässervernetzung

In den heutigen Flusslandschaften fehlen häufig die ökologisch funktionsfähigen Verbindungen zu Gewässern des Augebiets. Sie wurden im Zuge von Flussregulierungen von Flussbett abgetrennt. Wir planen Nebenarm- bzw. Altarmanbindungen, d.h. die Vernetzung abgetrennter Gewässerteile mit dem Hauptfluss. Die seitlich des Hauptflusses liegenden Gewässer und Augebiete sind auch wichtige Lebensräume für viele Arten der Flussfischfauna.

Nebenarmsystem Schönbühel

Nahe Schönbühel in der Wachau existierte vor ca. 80 Jahren ein Donau- Nebenarm, der durch Regulierung abgetrennt wurde. Freiwasser plante zusammen mit den Hydroingenieuren die dauerhafte Wiederanbindung des 1,5 km langen Nebenarms und die Schaffung einer Insel in der Donau. Mit dem Kiesaushub wurden Kiesbänken am Donauufer angelegt. Die neue Insel in der Donau kann sich in Zukunft ungestört entwickeln. Die Maßnahme war Teil des LIFE+ Projekts „Mostviertel-Wachau“.
www.life-mostviertel-wachau.at

Nebenarmsystem Schönbühel © freiwasser

Nebenarmsystem Rührsdorf

Zwischen Rührsdorf und Rossatz in der Wachau wurde ein Teil des historischen Nebenarmsystems auf 3,5 km Länge wieder hergestellt und wird nun ganzjährig von Donauwasser durchflossen. Freiwasser plante den ökologischen Part, den technischen Part übernahmen die Hydroingenieure.
www.life-wachau.at

Nebenarmsystem Rührsdorf © freiwasser

Lateiner Altarm

Der Lateiner Altarm zwischen der Stadt Melk und der Pielachmündung war seit Errichtung des Donaukraftwerks Melk von der Donau getrennt. Donaufische konnten ihn außer bei seltenen Hochwasserereignissen nicht mehr erreichen. Er wurde über einen Verbindungsbach mit der Pielachmündung und der Donau verbunden. Freiwasser führte die ökologische Begleitplanung und die ökologische Baubegleitung durch. Inzwischen sind bei einer fischökologischen Untersuchung insgesamt 28 Fischarten über diesen Bach in den Lateiner Altarm eingewandert.
www.life-mostviertel-wachau.at

Lateiner Altarm © freiwasser